Dienstag, 28. Januar 2014

We are young

Schon lange habe ich mich nicht mehr gemeldet. Tut mir Leid ;) Unsere letzten Wochen hier verstreichen wie im Flug.

Letztes Wochenende haben wir uns die Hostelkinder geschnappt und sind mit ihnen in einen Park gefahren. Das hatten wir schon lange geplant, da die Kinder oft eben nur die Schule sehen. Mit dem Schulbus sind wir zu einem großen Park für Kinder gefahren. Es gab große Spielplätze ganz viele Rutschen und sogar Karussells, Schiffschaukel, Riesenrad und und und… J

Vor lauter Freude hat es ziemlich lange gedauert bis Yogi dann doch die Treppe hochgekommen ist und ihre Angst überwunden hatte.
Den Kindern hat es total gefallen und sie haben sich mega gefreut. Auf der Hinfahrt hat Yogi, ein Mädchen aus dem Hostel die ganze Zeit gerufen. „Parke, Parke, Parke!!“ und dabei laut in die Hände geklatscht. So aufgeregt hab ich die Kinder selten erlebt, sie haben sich gar nicht mehr ein bekommen und haben sich alle schick gemacht. Auf einer großen im Park haben wir Fangen gespielt „Lock & Key“ und ich werde nie vergessen wie Nesa Mani auf dem Boden saß und sich beim Zuschauen vor lachen kaum mehr ein bekommen hat und schon fast auf dem Boden lag vor lauter Lachen. Ihr müsst wissen, dieser Junge ist nämlich normal eher ziemlich ernst und lacht nur selten.
Nesa Mani :)
Zwischendurch eine Trink und Vesperpause, natürlich mit guten, zuckersüßen Madurai Cola-ähnlichen Softdrink Bovonto und Mirinda und Keksen.
Wie man sieht hat es wohl geschmeckt. :)
Zusammen mit den Kids sind wir Schiffschaukel und Jumping Frog gefahren, eine Art Karussell. Mal wieder „Kind“ sein, oder wie es Priya (vom YMCA Office), die uns unter anderem begleitet hat ausgedrückt hat: „We are so childish.“ Hmm… ja das waren wir, aber es hat total Spaß gemacht und wie hatten alle zusammen eine tolle Zeit. Die Kinder waren danach vom vielen Herumrennen total erschöpft, aber glücklich. J
Und man bedenke ;)  I will guard those with a childlike heart.” Psalm 116, 6
Priya und Ich beim Jumping Frog. :)

Mohan schaut interessiert den Booten hinterher.
In den letzten Wochen haben wir auch fast jeden Tag Hausbesuche. Das ist ziemlich cool und gibt uns einen Einblick aus welchen Familien die Kinder kommen, was ihre Hintergrundgeschichten sind und wie die Umwelt auf sie reagiert. Da hat jedes Kind nochmal eine eigene Geschichte. Hausbesuche heißt auch ganz viel Essen und Tee. Jedes Mal bekommen wir Kuchen und Snacks angeboten, bei zwei bis drei Hausbesuchen am Tag steigt der Blutzuckerspiegel da schon mal gewaltig an. :D Es ist immer wieder überraschend wie klein die Häuser von den meisten Indern sind. Oftmals gibt es auch gar keine Möbel in dem Esszimmer, das gleichzeitig auch das Wohnzimmer und Aufenthaltsraum ist. Die Inder sitzen einfach immer auf dem Boden und obwohl sie alle ein Bett in der Wohnung stehen haben, schlafen alle auf dem Boden. Wenn überhaupt schläft der Vater im Bett. Jaja, so sind die Inder eben.
Hausbesuch bei Madu (im blauen Nighty), dem Mädchen mit den meisten und schönsten Haaren von der ganzen Schule mit ihrer kleinen Schwester und ihrer Mutter.
Noch ein Monat bleibt und wir haben noch so viel vor. Ich halte euch auf dem Laufenden J

 Liebe Grüße aus dem "sommerwerdenen" Indien! :)
Johanna
 
Fun. - We are young

 
 

Sonntag, 5. Januar 2014

Endless Summer

Obwohl wir hier gerade Winter haben, ist es für uns ganz schön warm und wir haben unseren Urlaub am Meer verbracht. // Though we have winter season at the moment , it's quite warm for us. So we spend our Holidays at the sea and beach.


Oceana - Endless summer

Samstag, 4. Januar 2014

Christmas Time

 
Wir schreiben das Jahr 2014. Auch hier in Indien und ihr fragt euch sicher, wie ich hier Weihnachten und Silvester verbracht habe. Ganz so spannend war Weihnachten hier aber auch wieder nicht. Die Inder sagen selber, Weihnachten besteht eigentlich aus Essen, Schlafen, Fernsehschauen und Beten. Es war eben anders. Nicht so viel Weihnachtsstress. Kein Familientreffen. Aber jetzt von vorne.
Gemeinsam mit den dänischen Freiwilligen haben wir ein Dinner auf dem Dach gehabt. Wir haben selber gekocht, bzw. Svenja hat gekocht. Achtung: Spätzle! Richtig gut. J Es gab dänischen Nachtisch dazu, Bratkartoffeln und Chicken mit einer Bratensoße, hier American Chicken. Also ich würde sagen, in den drei Weihnachtsfeiertage hier habe ich mindestens genau so viel gegessen wie an Weihnachten in Deutschland, wenn nicht sogar etwas mehr. Dann haben wir auf dem Dach zusammen deutsch-dänisch-englische Weihnachtslieder gesungen und Geschenke ausgepackt.
 
 
Um halb 12 ging es dann mit allen zusammen in den Christmas Service in die Kirche.  Dort habe ich gemeinsam mit der Jugendgruppe zwei Lieder gesungen. Ein Lied war „You are More“ von Tenth Avenue North . Dabei ging es darum, dass wir uns nicht durch unsere falschen Entscheidungen, Fehler oder Misserfolge identifizieren, vor allem nicht vor Gott. Und dass es nicht um das geht, was wir tun oder falsch gemacht haben sondern, dass wir daran denken sollen was für uns getan wurde. Nämlich, dass wir das größte Geschenk überhaupt bekommen haben: Jesus.

Weihnachtsgruppenbild. Für Weihnachten sind viele die im Ausland studieren oder in einer Stadt weiter weg heimgekommen. Eine studiert sogar in Hannover in Deutschland. (Vorne in der Mitte im Orangenen)
Hier seht ihr das zweite Lied - Christmas Canon Rock.
 
 
In Indien ist Weihnachten eigentlich nur am 25. Dezember und selbst an diesem Tag veranlassen manche Hindu-Firmen, dass man arbeiten muss. Wir wurden am 25. und 26. Dezember  zu unseren Chefs zum Essen eingeladen und haben noch eine Lehrerinnen und einen Mitarbeiter vom YMCA besucht. Das hieß also, ganz gaanz viel Essen. Schokofondue, Beef-Steak, Kuchen, Kekse, Briyani, und noch ganz viel anderes indisches Essen. Uns wurde dank viel Kartenspielen (ja, wir haben hier in Indien ganz international Yaniv gespielt ;) ) und lustigen Gesprächen nicht langweilig und unsere Tage waren vollgepackt bis obenhin.
Schokofondue bei unserem Chef - Wir haben 1 kg Schokolade verputzt. ;)

indischer Tannenbaum, immer schön behängt. Mit Glitzergirlanden und bunten Weihnachtskugeln.

Eine indische Krippe im Haus der Lehrerin. Sie erzählte aber, dass die Krippe in Deutschland steht wegen dem Schnee auf dem Dach ;)

Feuerwerk draußen auf der Straße vor dem Haus.

Man sieht, wir hatten viel Spaß zusammen mit der Lehrerin und ihrer Familie.
 
Nach Weihnachten ging es dann in den Urlaub. Zuerst nach Kanyakumari (den südlichsten Punkt in Indien überhaupt ;) ) und dann für Silvester an den Strand, nach Varkala. Einfach mal ein bisschen ausspannen und Tourist sein. Ich hätte tatsächlich aber nicht gedacht, dass ich vor Deutschland noch einmal so viele weiße Menschen auf einmal sehe. :D
Sonnenaufgang in Kanyakumari - dort fließen drei Meere zusammen.

Das wollten natürlich ganz viele Menschen sich nicht entgehen lassen. Tausende von Menschen standen früh morgens für den Sonnenaufgang am Wasser.

Weihnachtlich geschmückte Straße in der Nähe einer großen Kirche.

Solche bunten Häuser gibt es hier in Indien überall. :)
 
 Kathakali, eine der ältesten Tanzformen in Kerala. Links sieht man den Mann beim Schminken, rechts ist er fertig verwandelt :)
Charaktere mit bunten Gesichtern und aufwendigen Kostümen erzählen Geschichten aus Hindu-Epen. Diese Art von Kunst wird auch oft in Tempeln getanzt.

Vor allem die Bewegung der Augen und der Gesichtsausdruck spielt eine ziemlich wichtige Rolle. Es ist wirklich beeindruckend und teilweise erschreckend welche Gesichtsausdrücke die Schauspieler haben oder wie schnell sie ihre Augen bewegen können. 


Der Strand von Varkala. (Wer aufmerksam meinen Blog sieht weiß, dass ich schon mal dort war ;) )

Wir haben genossen am Strand zu liegen und in die Wellen zu springen und uns tragen zu lassen :)
 
Svenja und ich beim Elefantenreiten.
 
 
Elefanten sind so faszinierende Tiere.

Silvester war eher etwas unspektakulär. Das Feuerwerk war etwas bescheiden und ging höchstens fünf Minuten. In Dänemark „springt“ man ins Neue Jahr von einem Stuhl oder Tisch. Kurzerhand haben wir uns in dem Café wo wir saßen (da der Strand von der Polizei leider abgesperrt war) auf die Stühle gestellt, runtergezählt und sind ins neue Jahr gesprungen. Normalerweise gehen die Christen in Indien an Silvester, genau so wie an Weihnachten in den Mitternachtsservice in der Kirche und danach wieder heim. Nur die kleinen Kinder machen Feuerwerk.
 
Allgemein würde ich sagen, dass Weihnachten und Silvester nicht so groß gefeiert wird. Das liegt aber wohl auch vor allem daran, dass Indien eben doch ein Land ist, das durch den Hinduismus geprägt ist, wo die christlichen Feiertage eigentlich nur mehr oder weniger akzeptiert werden und die Ferien eigentlich auch nur Half-Yearly-Exam Holidays sind.
Aber es war einfach mal ein anderes, aber schönes Weihnachten mit Hanna und Svenja, den Dänen und mit meinen Indischen Freunden ;) Ich hoffe ihr hattet auch alle schöne Weihnachten und seit gut in das neue Jahr gestartet. :)
 
Liebste Sonnige Grüße aus Indien. :)
 
Christmas Time - Backstreet Boys