Dienstag, 24. Dezember 2013

Merry Christmas everyone

Genauso wie bei euch, ist hier der 24. Dezember. Das heißt es ist Weihnachten - Heiligabend :) Sowohl in Indien, als auch in Deutschland.
 
Deshalb wünsche ich euch allen gesegnete Weihnachten und schöne Tage mit euren Liebsten und dem besten Geschenk überhaupt: Jesus!
 
Wir werden zusammen mit den dänischen Freiwilligen kochen und Weihnachten feiern. :) Und ich bin schon ziemlich gespannt, auf das etwas andere Weihnachten in Indien.
 
Die Geburt Jesu in Bethlehem ist keine einmalige Geschichte, sondern ein Geschenk, das immer bleibt.
Martin Luther

 

Merry Christmas Everyone - Shakin Stevens

Über den Wolken...


 
… genau da war ich am Wochenende. Über den Wolken. Nein, ich bin nicht geflogen. Das geht auch ganz einfach in Kodaikanal. Hillstation. 2030m über dem Meeresspiegel.

Zu uns hieß es, packt warme Sachen ein, es ist dort vor allem jetzt im Winter sehr kalt. Gesagt getan, aber als wie nach gefühlten 1000 Kurven den Berg hoch im Bus, stiegen wir aus und die Sonne schien und wärmte uns. Es fühlte sich irgendwie an, wie an einem der ersten Frühlingstage in Deutschland. Kodaikanal ist ein kleines süßes Städchen direkt auf dem Berg. Es gibt ganz viel kleine Gewürz- und Schokoladengeschäfte und man kann Holzartikel in allen Variationen erwerben, seien es Bilderrahmen oder Löffel aus Holz ;)
Unsere Zeit haben wir  ganz unterschiedlich verbracht:
Wir sind durch die Stadt geschlendert und haben in die ganzen kleinen Lädchen gekuckt und nach kleinen Schätzen gesucht ;)
 
Wir haben eine Fahrradtour um den See herum unternommen. Einfach mal wieder in die Pedale treten und den Fahrtwind genießen und fahren.
 
Auch sind wir reiten gewesen. Ja, es ist schon ewig her, als ich das letzte Mal geritten bin. Und jetzt haben wir uns gedacht, eigentlich wäre es ziemlich cool. Und schwupps saßen wir alle fünf jeweils auf einem Pferd und es ging um den See.
 
Und wir haben auch einfach nur die Natur dort oben genossen. Den Wald. Das Grün. Die klare Luft. 
Kodaikanal Lake, diese Szene könnte auch in Tirol aufgenommen sein. ;)
Vor allem die Sicht war gigantisch. Wir sind an dem Hang entlang gelaufen und unter uns befand sich eine Decke aus Wolken. Diese sah so weich aus, dass ich sofort hätte reinspringen könnten, wenn es jetzt ein weiches Federbett gewesen wäre. Die Aussicht kann man gar nicht in Worte fassen, das war tatsächlich einer der schönsten Plätze, die ich gesehen habe. 



 
Und wenn wir schonmal über den Wolken waren, wieso dann nicht auch direkt IN einer Wolke sein? Das haben wir auch erlebt. Plötzlich war es so neblig, dass man kaum 2m mehr gesehen hat und es wurde frisch, um nicht zu sagen seeeehr kalt ;) Aber wir haben doch tatsächlich genossen etwas zu frieren. Obwohl es abends im Zimmer dann schon grenzwertig war, sodass wir mit 3 Decken + Heater im Zimmer geschlafen haben.
Kodaikanal - Das nenn ich Nebel bzw. Mitten in einer Wolke. Es war auch ungefähr so kalt, wie es auf dem Bild aussieht.

Egal ob die Sonne scheint oder nicht, viele Inder laufen trotzdem in fetter Winterjacke und Mützen durch die Straßen. Man konnte einfach an jeder Ecke Strickjacken kaufen ;)
 

Aber ich bin wieder wohlbehalten und mit leichter Röte anstatt Frostbeulen zurück in Madurai J und Weihnachten kann kommen! J
 
Über den Wolken - Reinhard Mey 

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Jingle Bell Rock


Weihnachtsstimmung bei 30 Grad, geht das überhaupt? Nach dem letzten Wochenende würde ich sagen ja. Zwar eine andere Weihnachtsstimmung, aber irgendwie schon zumindest ein bisschen. Ich habe das wohl bisher musikalischste Wochenende in Indien erlebt. Die ganze Woche war geprägt von Proben. Das hat total Spaß gemacht, selbst die Proben. Das ganze Singen und Musik zu machen hat mir einfach gefehlt. Im YMCA haben wir zwar auch eine Gitarre, aber die ist nun ja wie soll man sagen… etwas zu sehr verstimmt um auf ihr zu spielen ohne Ohrenkrebs zu bekommen ;)

Fangen wir von vorne an. Am Freitag starteten wir in das vorweihnachtliche Wochenende mit der Christmas Function in der YMCA School for Hearing Impaired und am Abend waren wir in der Schule des YMCA Präsidenten zur Aufführung des Weihnachtsmusicals. Das war wirklich cool und hat mich an unser Krippenspiel zu Hause erinnert. J

Am Samstagabend haben wir dann in einer großen Einkaufsmall in Madurai mit der Jugendgruppe, neben nationalen Künstlern und den besten Chören der Stadt bei „Jingle all the way“ drei Lieder zum Besten gegeben. Jingle Bell Rock, Do you hear what I hear?, Christmas isn’t Christmas till it happens in your heart. Wir hatten viel Spaß trotz dem einen oder anderen schiefen Ton.
Da waren noch keine Menschen da, eine halbe Stunde vor "eigentlichem" Beginn....

...tatsächlich hat der erste Chor von einem College fast eine Stunde später als eigentlicher Beginn die Bühne betreten - that's India! :)

 
Damit ihr eine kleine Vorstellung habt wie es aussah, auch wenn es nur eine schlechte Qualität ist ;)
 
Und es ging gerade so weiter, denn am Sonntag sind wir nach der Kirche mit der Jugendgruppe in ein Altenheim etwas außerhalb gefahren „Shalom Garden“. Dort haben wir die Weihnachtsfeier mitgestaltet und haben die Lieder vom Samstag gesungen und noch traditionelle Weihnachtslieder. Ganz spontan hieß es dann plötzlich zu uns, könnt ihr nicht etwas tanzen? Hat jemand eine Choreographie? So kam es, dass wir einfach nochmal den Tanz vom „World Disable Day“ vorgetanzt haben. Die alten Leute haben sich ziemlich darüber gefreut, dass wir als Jugendgruppe ihre Weihnachtsfeier mitgestaltet haben.
Wir beim Singen im "Shalom Garden".
 

Weihnachten in Indien ist immer ziemlich ziemlich bunt und ganz viel Glitzer.

Das ist die Jugendgruppe mit der wir im Altenheim gesungen haben - eine ziemlich coole Truppe. :)
 
Am Abend war dann noch unser heiß ersehnter Chorauftritt beim YMCA Christmas Carol Service. Dafür haben wir seit Oktober geprobt, es ging Saree Uniform kaufen und und und. Dann war der große Auftritt also auch da. Wir hatten viel Spaß, vor allem weil wir auch 4 Weihnachtslieder auf Tamil gesungen hat. Aber mit der Zeit hatten wir selbst die Tamil Songs gut drauf und es lief alles rund. Ich hab es ziemlich genossen mit so einem großen Chor zu singen und ich fand, dass wir uns auch ziemlich gut angehört haben J

Chorproben, seit Oktober jeden Mittwoch Abend Weihnachtslieder singen :)


Wir Drei mit Baldwin unserem Chordirektor.

Immer schön Blumen im Haar :)

Gruppenbild vom Chor vor dem Carol Service.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Children of God


3. Dezember – World Disabled Day und genau das haben wir gestern gefeiert. Nicht einfach so eine kleine Feier, nein wenn dann schon richtig J Morgens auf dem Weg zur Schule, als wir schon fast da waren hörten wir laute Musik und fragten uns noch woher diese denn kommt – natürlich aus unserem Schulhof. Zwei große Boxen beschallten gefühlt die ganze Straße. Den ganzen Morgen wurde getanzt und es gab ein Spiel für die Eltern. Mit den Kindern haben wir am Montag Spiele gemacht, wie Reise nach Jerusalem, Basketball, Weitwurf oder Stopptanz, damit die Gewinner bei der großen Celebration geehrt werden können.
Tanzen, tanzen und noch mehr tanzen. :)
 
Spiel mit den Eltern und Caretakern. :)

... und zwischendurch ein Gruppenbild mir Lehrerinnen und Caretaker.
 

Briyani - Reis für alle. Das Essen wurde auch vom Sponsor gesponsort :D
 
Am Nachmittag gab es dann eine große Feier mit allen Lehrern, Schülern, Eltern und dem Chief Guest, dem Sponsor. Alle Preise für die Kinder und das Essen und eigentlich die ganze Feier wurde von einem Sponsor finanziert. Das Programm bestand aus Reden und noch mehr Tänzen. Diesmal allerdings vorgeführt. Ein paar Mädels und Jungs haben die Wochen zuvor einen Tanz einstudiert und auch wir tanzten gemeinsam mit den Lehrerinnen einen indischen Tanz ;) Zusätzlich wollten alle einen deutschen Tanz sehen. Nun ja… was ist schon ein deutscher Tanz? Einfach alles, was nicht indisch ist – einfach was westliches ;) Also hieß es gestern für uns 2x Tanzen. Auch wenn unsere Tanzkünste nicht perfekt waren hatten wir ziemlich viel Spaß dabei und die Kinder beim zukucken sowieso.

Der Tanz der Mädels :)

Unser indischer Tanz mit ein paar Lehrerinnen.

Tanz der Jungs, die auch geschminkt waren! Nicht wundern ;)

Unser "deutscher" Tanz. :)

und dann wurden da ja noch die Geschenke bzw. Preise verteilt und es wurde sich über Schüsseln und Taschen gefreut :)
 
Die Kinder haben eine solche Freude ausgestrahlt. Wenn man in ihr Gesicht schaute, in ihre Augen und die Freude sieht, habe ich tatsächlich den Grund der eigentlichen Feier gesehen. Die Kinder sind nicht weniger wert nur weil sie eingeschränkt sind und ich sehe sie auch nicht anders. Irgendwie sind sie für mich einfach „normal“. Sie sind wunderbar und sie können einem so viel Liebe schenken, trotz ihrer „Einschränkung“. Sie sind genauso Kinder von Gott wie Du und ich und genau das möchte ich ihnen zeigen. J

Karthika - Das Mädchen mit den unglaublich blauen Augen. Obwohl sie nicht sprechen und hören kann tanzte sie immer fleißig mit den anderen zusammen. :)

Einmal bitte lächeln :)

Tibestie - Dieses Mädchen ist einfach unglaublich süß und fast immer am lachen :)

Priya

Die indischen Prinzessinnen Parveen Banu und Akshaya :)

Ashraf - Einer der goldigsten kleinen Jungs überhaupt. ♥

Und da will noch einer ein Gruppenbild. Die Kids waren verrückt nach Gruppenbilder. "Akka, Photo!"

 Children of God - Third Day

Mittwoch, 27. November 2013

Halfway Gone

Jetzt habt ihr eine ganze Weile nichts mehr von mir gehört, aber keine Sorge, mir geht es gut. Allerdings heißt es für mich schon Halbzeit. Wahnsinn oder? Jetzt versteh ich alle die mir gesagt haben, das wird schneller rum gehen als du denkst. Leider. Ich genieße die Zeit hier im Moment total und fühle mich hier richtig wohl.

Letzte Woche stand unser Zwischenseminar an, welches wir mit einer kleinen Reise nach Pondicherry verbunden haben. Aber von vorne. Könnte ein bisschen länger werden, auch wenn ich versuche mich kurz zu halten. ;)

Pondicherry - Fouette, cocher !

Gemeinsam mit den beiden anderen CVJM Freiwilligen Alisa und Sabrina aus Salem, mit denen wir uns in Pondicherry getroffen haben erkundeten wir die Stadt. Was uns das Wetter am ersten Tag allerdings nicht gerade einfach machte. Orkanartige Winde an der Strandpromenade, schiefstehende Palmen und strömender Regen, so begrüßte uns Pondicherry am ersten Tag.
Pondicherry  ist eine ehemalige französische Kolonie und am zweiten Tag, als die Sonne geschienen hat, fühlte man sich tatsächlich ab und zu ein bisschen in Südfrankreich. Zumindest erinnerten mich die kleinen Gassen mit goldigen kleinen Häusern und Blumen vor den Fenstern ziemlich an Europa. Auch große weiße, teilweise verfallene Kolonialbauten und französische Straßen- und Cafénamen trugen zum „Frankreichfeeling“ bei.
Solche kleinen Wagenlädchen haben schon Stil. :) 

Kleine Gassen und Straßen die an Südfrankreich erinnern.

 
Je weiter man sich aber von der Strandpromenade entfernt, desto indischer wird die Stadt aber wieder. Sie kann eben doch nicht verstecken, dass sie eigentlich indisch ist. ;) Spätestens, wenn Autorikschas an einem vorbei düsen, vermehrt wieder Müll am Straßenrand liegt und einfach das indische Chaos hervor kommt, erinnert man sich wieder, ach ja ich bin ja in Indien. Aber ein bisschen Europa zwischendurch schadet auch nicht.
Aber auch Kühe dürfen auf den Straßen Pondicherrys nicht fehlen. Spätestens jetzt merkt man, ja ich bin doch in Indien.

Der Tempelelefant in Pondicherry.

In einem Hotel an der Strandpromenade konnten wir einen Filmdreh beobachten.
Wir haben am Strand gesessen und aufs Meer geschaut. Waren in vielen kleinen süßen Cafés und haben Kaffee getrunken und Croissants genossen. Viel westliches Essen gegessen. Sind durch einen typisch indischen Markt gelaufen. Ihr glaubt es nicht, ich hab ne richtige Apfeltasche und eine Käselaugenstange in Indien gegessen. Wir haben nämlich eine französische Bäckerei gefunden, die Baguettes verkauft haben, aber auch richtiges Brot und Brezel. Alles was unser Herz an Gebäck begehrt. J Außerdem besuchten wir noch an einem Nachmittag Auroville. Eine Art Planstadt, wo Menschen aus der ganzen Welt wohnen und nach Gleichheit streben. Sie wollen die Brücke zwischen Zukunft und Vergangenheit bilden und, was auch wichtig ist, dass das Land niemand gehört, sondern der ganzen Menschheit. Es gibt sogar ein extra Visum für Aurovillaner und Auroville ist in der UNO vertreten, soweit ich mich richtig erinnern kann. Die Menschen dort leben nach der Aussage, „Alle Menschen sind gleich“, daher bekommen sie auch alle gleich viel Gehalt. Im Moment leben dort ca. 2000 Menschen und 11 % Deutsche. Den Kern der Stadt bildet eine goldene Kugel, die mich an eine Achterbahn, die Euro Sat im Europa Park erinnert. Sie wird auch die Seele von Auroville genannt. Sie soll dafür sorgen, dass sich Friede ausbreitet und durch eine besondere Kristallkugel im Inneren gib sie angeblich auch Energie und Kraft für die Bewohner. Ihr merkt schon. Irgendwie ziemlich abgedreht. :D
Auch mal ein bisschen Touri sein - Gruppenbild vor der Kugel.

 
 

Tranquebar - velkommen til Danmark

Hier fand unser Zwischenseminar statt und wieder wurden wir etwas stürmisch und nass begrüßt. Tranquebar heute Tharangambadi liegt direkt an der Küste und war eine dänische Kolonie. Durch den dänischen König wurde der erste deutsche Missionar dort hin gesendet. Er gründete dort die erste Evangelisch-Lutherische Tamilkirche (TELC) und weitere soziale Projekte, wie ein Kinderheim, eine Schule und ein Mission– Center, dort haben wir gewohnt. Begonnen hat alles ganz indisch -  Tea Time J Insgesamt waren wir 22 Freiwillige aus Deutschland von ganz vielen verschiedenen Organisationen und zwei Leiterinnen aus Deutschland eingeflogen. Das heißt nur Deutsch reden, ganz ehrlich fand ich das anfangs ziemlich komisch. Und als uns dann noch der indische Direktor des Mission- Center auf Deutsch begrüßt und die Geschichte erzählt hat waren wir doch etwas geflasht. Ein Inder, der Deutsch spricht J Unsere Woche war voll von verschiedenen Einheiten über unsere Zeit hier, was uns gelungen ist, welche Pläne wir für die Zukunft haben und noch ganz viel mehr. Aber nach 3 Monaten indischem Chaos waren es einfach zu viel pädagogisch wertvolle Methoden auf einmal. :D Und ich muss sagen, dank meinen letzten 3 Jahren SG bin ich einiges gewöhnt. Plakate gestalten, Gruppenarbeiten wohin das Auge reicht und immer schön Protokoll schreiben oder seine Situation kreativ gestalten. Aber es war auch ziemlich cool sich mit all den anderen Freiwilligen auszutauschen. Wir haben also viel geredet und Lieder gesungen. In der Mittagspause machten wir Ausflüge ans Meer, das nur zwei Minuten entfernt war. Dort konnte man einfach nur den Moment genießen, schöne Muscheln finden oder die Füße ins Wasser strecken. Schwimmen durften wir leider nicht, zu gefährlich. 2004 wütete hier nämlich der Tsunami und zerstörte die Stadt. Heute sieht man davon allerdings nicht mehr wirklich viel, alles ist wieder weitgehend restauriert worden, doch das Meer ist gefährlicher geworden. Unterströmungen die einen ganz schnell in die Tiefe ziehen. Deswegen blieben wir dann doch lieber bei Eis am Strand oder Muscheln sammeln.
Küste von Tranquebar, nur eine Minute von unserer Unterkunft entfernt.


Das dänische Fort in der Abendsonne.

Wenn man vergessen hat, dass der Strand in Indien ist merkt man es spätestens, wenn eine Kuh am Wasser entlang spaziert.

Morgens um halb 6 am Strand, den Sonnenaufgang beobachten.

Tempel direkt an der Küste.


Die Außenwände der Schulen und Kinderheime in der Hauptstraße sind mit Bibelversen gestaltet.
Indisch duschen ist schon eine Kunst, vor allem mit langen Haaren irgendwie. Denn auf dem Seminar haben wir nur indisch geduscht, d.h. mit zwei Eimer und Wasserhahn. (komischerweise haben die meisten Inderinnen lange Haare) Geschlafen haben wir in einem Gruppenschlafsaal, wie bei Hanni und Nanni - Metallbetten in zwei Reihen. Essen gab es natürlich indisch, aber richtig gut und natürlich viel – wir sind ja in Indien! J

Trichy - மீண்டும் இந்தியா!

Zurück in Indien, denn nach 5 Tagen intensivem Austausch über unsere Projekte und Herausforderungen, Personen, die uns wichtig geworden sind, und Probleme, die Lösungen erfordern, ging es mit der ganzen Truppe ab nach Trichy. Eigentlich um dem Kirchenrat der TELC einen Besuch abzustatten, aber wenn wir schon mal dort sind haben wir auch das ganze Touri-Programm mitgemacht. Das hieß zwei Tempel anschauen, die kleine Tempelstadt um den Sri Rangam Tempel und den Rockfort Tempel zu Ehren Ganeshas, der auf einem Berg thront und einem eine gigantische Sicht über Trichy bietet.
 
Erster Turm des Sri Rangam Tempel
 

Ein Blick über die Türme der Tempelanlage.

Der Rockfort Tempel auf der Spitze des Bergs, nachdem wir schon mehrere hundert Treppen zurückgelegt hatten.

Ein Blick über Trichy.
 
Sonntags besuchten wir dann gemeinsam den Gottesdienst in der Holy Trinity Cathedral von der TELC in Trichy und sangen ein deutsches Lied. Der Gottesdienst ging geschlagene 3 Stunden, ohne Abendmahl und auf Tamil. Da könnt ihr euch vorstellen, wie viel ich verstanden habe. Eigentlich nichts. Aber es war interessant. J Nach einem gemeinsamen abschließenden Mittagessen trennten sich wieder unsere Wege. Zurück nach Deutschland. Zurück in unsere Projekte in Indien. Zwar mit zwei Paar Schuhen weniger, da ein Paar den Hunden oder Vögeln zum Opfer gefallen ist (man munkelt nur), und das andere die langen Strecken, die wir zurück gelegt haben, nicht mehr verkraftet und wortwörtlich am seidenen Faden hängt, aber glücklich wieder zurück, zu Hause in Madurai sein. In meinem eignen großen Bett zu schlafen, ohne Angst zu haben raus zu fallen ;) Und wieder alle Leute um mich zu haben. In der Schule haben sie sich riesig gefreut, uns wieder zu haben, und auch wir freuten uns, wieder hier zu sein.
Wie geht es euch? Hat Weihnachtsstimmung schon Einzug erhalten? Auch unsere nächsten Wochen werden von Vorbereitungen für Weihnachtsfeiern in der Schule oder vom YMCA geprägt sein. Irgendwie komisch, es ist doch viel zu warm für Ende November. Aber ich hab mich schon damit abgefunden, dass es dieses Jahr wohl keinen Schnee gibt. Umso mehr bin ich auch die Adventszeit in Indien gespannt. J

Halfway Gone - Lifehouse