So jetzt haben wir Internet und ich kann euch ein bisschen
was berichten, was in den ersten Tagen bisher so passiert ist. Es ist schwierig
das alles in Worte zu fassen, aber ich probiere es für euch. Vielleicht ist alles etwas durcheinander, aber ich hoffe ihr könnt da drüber weg sehen ;)
30. August 2013, 11 Uhr ist unser Flugzeug abgehoben, und ich
war ja so aufgeregt wegen dem Flug – war immerhin mein erster Flug. Nachdem wir
dann aber in der Luft waren und der Start überstanden war, war es beinah wie
Zug fahren – hab meinen ersten Flug bzw. Flüge gut überstanden und eigentlich
war es ganz cool.
Mein Abschiedskomitee am Flughafen! ♥
Mein Abschiedskomitee am Flughafen! ♥
Nach einem nächtlichen Aufenthalt am Flughafen in Chennai
ging es morgens um 6:25h mit einer wesentlich kleineren Maschine Richtung
Madurai. Nicht so komfortabel wie die der Lufthansa, aber wir flogen auch nur
etwas mehr als eine Stunde.
Am Flughafen wurden wir von Shamila und einem Sekretär vom
YMCA Guest House, wo wir wohnen
abgeholt. Zur Begrüßung bekamen wir
typisch indische Blumenketten umgehängt, diese waren aus Jasminblüten und
kleinen rosa Rosen geflochte. Hier tragen viele Frauen die Blume täglich - vor
allem in den Haaren, irgendwie kunstvoll trapiert. Sie riechen jedoch sehr sehr
intensiv, vielleicht etwas zu sehr ;)
Mit dem YMCA Bus namens Magic fuhren wir in den ersten Tagen
oft durch die Straßen Madurais. Überall auf den Straßen sind Motorradfahrer,
Fahrräder, Fußgänger, Busse, Rikschas, Autos und Kühe! Wie man da zurecht
kommt? Das fragten wir uns auch – die Antwort, wer nicht hupt hat ein Problem.
Demnach könnt ihr euch wohl den Geräuschpegel auf der Straße vorstellen, nur
nochmal lauter als ihr denkt ;) Das wird wohl ein ständiges Hintergrundgeräusch
sein, denn obwohl ich gerade auf meinem Bett liege und euch schreibe hört man
andauert das Hupen. Man kann es einfach nicht beschreiben und auch die Bilder
drücken es nicht wirklich realistisch aus. Sogar die Straße zu überqueren ist
eine nicht so leicht zu nehmende Hürde. Überall fahren Autos, Rickschas und
Motorräder und als Inder läuft man einfach rüber. Aber da kommt doch unser
Deutsches – Ich raus. Erst rechts schauen, dann links und dann wieder rechts,
das kann man hier echt vergessen. Da muss ich lernen, einfach drüber zulaufen.
Empfangen wurden wir im YMCA Guest House (wo wir nun für die
nächsten 6 Monate wohnen) mit einem Frühstück im Western – Indian – Stil. Es
gab typisch indische Dinge, deren Namen ich mir einfach noch nicht merken kann,
aber auch Omletts, Toasts, Cornflakes und Marmelade. Dass man hier morgens
nicht süß isst und irgendwelche pikante Soßen, das ist schon eine
Herausforderung und richtig richtig komisch. Für mich, die jeden Morgen am
liebsten Marmelade, Nutella oder süßes
Müsli isst und Fleisch und Käse morgens überhaupt nicht mag! Für mich ist das
Essen allgemein schon etwas gewöhnungsbedürftig, nicht unbedingt immer die Schärfe
- aber einfach der total andere, etwas komische typisch indische Geschmack. In
Indien wird mit den Händen gegessen, aber nur mit der rechten, da die linke
Hand unrein ist. Es ist etwas kompliziert so zu essen, ohne dass einem die Hälfte
auf dem Weg zum Mund nicht aus der Hand fällt.
Aber wir sind stets bemüht und werden auch gelobt für unsere Versuche. J
Am ersten Tag sind wir dann auch schon indische Kleidung
kaufen gegangen, Rosi vom YMCA Guest House hat uns mitgenommen und uns beraten
und alles gezeigt. Ihr glaubt gar nicht wie viel verschiedene Stoffe es gibt,
eine riesen Auswahl – und ich, als so ein entscheidungsfreudiger Mensch hats da
schon etwas schwer. Aber letztendlich konnte ich mich dann doch entscheiden wie
ihr auf den Bildern sehen könnt. Wir waren sicher geschlagene 2 oder 3 Stunden Stoff
zu kaufen und als wir raus kamen hat es plötzlich geregnet und es war um 18h
schon total dunkel – total komisch. Rosis Mann ist Schneider und hat uns unsere
Chuditars genäht, also Handgemacht.
Wir sind einfach total impressed. Wenn man durch die Straßen
fährt, hoppelt es – dagegen ist die Huppelstraße zwischen Huttenheim und
Rußheim wirklich Luxus. ;) Es sind eine Menge von Menschen auf der Straße und
manchmal einfach 4 Leute auf einem
Motorrad.
Jetzt die ersten Tage haben wir noch relativ viel Zeit für
uns, - take a rest, hieß es immer- und wir haben Sightseeing gemacht. Der
Meenakshi Tempel von den Hindus ist nicht weit von uns entfernt, deshalb haben
wir den auch schon besichtigt. Wir waren im Mahatma Gandhi Memorial Museum und in
einem großen Palast, dem Tirumalai Nayaka Palast in Madurai. Auf dem Rückweg hieß es dann
plötzlich – There is an elephant! Tatsächlich haben wir auf der Straße einfach
einen Elefant herum laufen sehen – total abgefahren und das ist nun also unser
neues Zuhause, ich glaube um das zu checken werde ich noch ein bisschen
brauchen.
Hier die Aussicht von unserer Dachtrerasse auf Madurai.
Der Meenakshi - Tempel
Straßenverkehr am Abend in Indien vor unserem Haus.
Das Gandhi Museum.
Der erste Elefant den wir auf der Straße gesehen haben. Unser Fahrer hat extra nochmal umgedreht, damit wir ihn fotografieren können. :)
Wie geht es euch? Ich freu mich von euch zu hören! J










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