Dienstag, 3. September 2013

The Start of something new.


So jetzt haben wir Internet und ich kann euch ein bisschen was berichten, was in den ersten Tagen bisher so passiert ist. Es ist schwierig das alles in Worte zu fassen, aber ich probiere es für euch. Vielleicht ist alles etwas durcheinander, aber ich hoffe ihr könnt da drüber weg sehen ;)

30. August 2013, 11 Uhr ist unser Flugzeug abgehoben, und ich war ja so aufgeregt wegen dem Flug – war immerhin mein erster Flug. Nachdem wir dann aber in der Luft waren und der Start überstanden war, war es beinah wie Zug fahren – hab meinen ersten Flug bzw. Flüge gut überstanden und eigentlich war es ganz cool.

Mein Abschiedskomitee am Flughafen! ♥
 

Nach einem nächtlichen Aufenthalt am Flughafen in Chennai ging es morgens um 6:25h mit einer wesentlich kleineren Maschine Richtung Madurai. Nicht so komfortabel wie die der Lufthansa, aber wir flogen auch nur etwas mehr als eine Stunde.

Am Flughafen wurden wir von Shamila und einem Sekretär vom YMCA Guest House, wo wir  wohnen abgeholt.  Zur Begrüßung bekamen wir typisch indische Blumenketten umgehängt, diese waren aus Jasminblüten und kleinen rosa Rosen geflochte. Hier tragen viele Frauen die Blume täglich - vor allem in den Haaren, irgendwie kunstvoll trapiert. Sie riechen jedoch sehr sehr intensiv, vielleicht etwas zu sehr ;)  

Mit dem YMCA Bus namens Magic fuhren wir in den ersten Tagen oft durch die Straßen Madurais. Überall auf den Straßen sind Motorradfahrer, Fahrräder, Fußgänger, Busse, Rikschas, Autos und Kühe! Wie man da zurecht kommt? Das fragten wir uns auch – die Antwort, wer nicht hupt hat ein Problem. Demnach könnt ihr euch wohl den Geräuschpegel auf der Straße vorstellen, nur nochmal lauter als ihr denkt ;) Das wird wohl ein ständiges Hintergrundgeräusch sein, denn obwohl ich gerade auf meinem Bett liege und euch schreibe hört man andauert das Hupen. Man kann es einfach nicht beschreiben und auch die Bilder drücken es nicht wirklich realistisch aus. Sogar die Straße zu überqueren ist eine nicht so leicht zu nehmende Hürde. Überall fahren Autos, Rickschas und Motorräder und als Inder läuft man einfach rüber. Aber da kommt doch unser Deutsches – Ich raus. Erst rechts schauen, dann links und dann wieder rechts, das kann man hier echt vergessen. Da muss ich lernen, einfach drüber zulaufen.

 

Empfangen wurden wir im YMCA Guest House (wo wir nun für die nächsten 6 Monate wohnen) mit einem Frühstück im Western – Indian – Stil. Es gab typisch indische Dinge, deren Namen ich mir einfach noch nicht merken kann, aber auch Omletts, Toasts, Cornflakes und Marmelade. Dass man hier morgens nicht süß isst und irgendwelche pikante Soßen, das ist schon eine Herausforderung und richtig richtig komisch. Für mich, die jeden Morgen am liebsten Marmelade, Nutella  oder süßes Müsli isst und Fleisch und Käse morgens überhaupt nicht mag! Für mich ist das Essen allgemein schon etwas gewöhnungsbedürftig, nicht unbedingt immer die Schärfe - aber einfach der total andere, etwas komische typisch indische Geschmack. In Indien wird mit den Händen gegessen, aber nur mit der rechten, da die linke Hand unrein ist. Es ist etwas kompliziert so zu essen, ohne dass einem die Hälfte auf dem Weg zum Mund nicht aus der Hand fällt.  Aber wir sind stets bemüht und werden auch gelobt für unsere Versuche. J

Am ersten Tag sind wir dann auch schon indische Kleidung kaufen gegangen, Rosi vom YMCA Guest House hat uns mitgenommen und uns beraten und alles gezeigt. Ihr glaubt gar nicht wie viel verschiedene Stoffe es gibt, eine riesen Auswahl – und ich, als so ein entscheidungsfreudiger Mensch hats da schon etwas schwer. Aber letztendlich konnte ich mich dann doch entscheiden wie ihr auf den Bildern sehen könnt. Wir waren sicher geschlagene 2 oder 3 Stunden Stoff zu kaufen und als wir raus kamen hat es plötzlich geregnet und es war um 18h schon total dunkel – total komisch. Rosis Mann ist Schneider und hat uns unsere Chuditars genäht, also Handgemacht.
 

Wir sind einfach total impressed. Wenn man durch die Straßen fährt, hoppelt es – dagegen ist die Huppelstraße zwischen Huttenheim und Rußheim wirklich Luxus. ;) Es sind eine Menge von Menschen auf der Straße und manchmal einfach 4  Leute auf einem Motorrad.

Jetzt die ersten Tage haben wir noch relativ viel Zeit für uns, - take a rest, hieß es immer- und wir haben Sightseeing gemacht. Der Meenakshi Tempel von den Hindus ist nicht weit von uns entfernt, deshalb haben wir den auch schon besichtigt. Wir waren im Mahatma Gandhi Memorial Museum und in einem großen Palast, dem Tirumalai Nayaka Palast  in Madurai. Auf dem Rückweg hieß es dann plötzlich – There is an elephant! Tatsächlich haben wir auf der Straße einfach einen Elefant herum laufen sehen – total abgefahren und das ist nun also unser neues Zuhause, ich glaube um das zu checken werde ich noch ein bisschen brauchen.

Hier die Aussicht von unserer Dachtrerasse auf Madurai.

 
Der Meenakshi - Tempel
Straßenverkehr am Abend in Indien vor unserem Haus.
 
 
Das Gandhi Museum.
 
 
Der erste Elefant den wir auf der Straße gesehen haben. Unser Fahrer hat extra nochmal umgedreht, damit wir ihn fotografieren können. :)

 
 
Die letzten 2 Bilder sind von dem Palast.

Wie geht es euch? Ich freu mich von euch zu hören! J

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