Jetzt liege ich hier auf
meinem Bett mit einem richtigen Eisbauch. Wir waren nämlich gerade richtig fett
Eis essen, an das gute handgemachte Romaeis kommt es natürlich nicht ran. Aber
es gab total viel Auswahl, mit Schokosoße oder Karamellsoße und Schokoraspeln
oder Smarties und und und. So haben wir alle fast 300g Eis pro Person gegessen,
es war wirklich sehr gut! J Hatte alles etwas
einen Amerikanisch/Europäischen Flair, nur wenn dann an der Glaswand plötzlich
ne Kuh vorbei läuft realisiert man doch wieder, dass man in Indien in einem
Ice-Cream Shop sitzt.
In den letzten Tagen war
irgendwie ganz schön viel los. Am Samstag hatten die Inder schon wieder was zu
feiern – Teacher’s Day. Ein Tag zu Ehren der Lehrer, der im ganzen Land
gefeiert wird. Er wird an dem Geburtstag eines ehemaligen Politikers gefeiert.
Dieser hat sich während seiner Amtszeit sehr für die Lehrer und Bildung
eingesetzt hat. Hierzu wurden wir auch eingeladen. Den Tag feierten beide
Schulen des YMCA Madurais zusammen. Es gab Dankesreden für die Lehrer und die
Lehrer haben etwas vorgeführt um die Kinder etwas zu bespaßen. Es gab Tänze und
Sketche. Bei manchen Tänzen fühlte man sich auch schon ein bisschen wie in
Bollywood. Die Lehrerinnen trugen alle bunte Saris und haben sich fein
rausgeputzt. Da ist mir aufgefallen wie eintönig wir Deutschen uns doch
kleiden. Oft eher dunkle Farben und hier sind die Klamotten alle so mega bunt. Auch
wir haben Programm gemacht, ein Segenslied für die Lehrer gesungen und noch
zwei Spiele angeleitet zusammen mit den beiden Freiwilligen aus Dänemark, sie
arbeiten auch im YMCA hier für 4 Monate jedoch in anderen Projekten. Wir
spielten „Do you like your neighbour?“ das ist so ähnlich wie Obstsalat und
gordischer Knoten. Auch wenn das mit rund 40 Lehrerinnen doch recht schwierig
war, weil es mehrere kleine Kreise gab und so der Sinn irgendwie verfehlt wurde
– für alle die, der gordische Knoten kenne. Aber es hat Spaß gemacht J
Alle haben sich rausgeputzt und schick gemacht. Lauter Glitzerkleidchen überall bei den Mädels.
Die Kinder fandens witzig.
Die typisch indischen Tänze der Lehrerinnen.
Seit Samstag sind wir doch
tatsächlich in Indien registriert. Auch wenn dieser Prozess etwas verwirrend
war und so manche unnötige Autofahrten mit sich brachte, sind wir nun doch
ziemlich erleichtert, dass das alles so gut über die Bühne gegangen ist und vor
allem auch noch rechtzeitig.
Gestern waren wir wieder in
der Kirche und nach der Kirche gab es einen Flashmob, wo wir mitgemacht haben.
Total cool! Ihr könnt euch das Originalvideo auf YouTube anschauen (http://www.youtube.com/watch?v=8KX2-J6uS-o)
Es war wirklich genial mit den Jugendlichen der Kirche einfach zu tanzen mit
einer Message dahinter – einfach ne andere Art Lobpreis zu machen.
Das witzige war, dass auch viele dann einfach so mitgetanzt haben – auch der Pfarrer. Als das Lied zu Ende war meinte Pfarrer, ach lasst uns doch einfach nochmal tanzen! Und auf geht’s, also noch ne Runde. J
Das witzige war, dass auch viele dann einfach so mitgetanzt haben – auch der Pfarrer. Als das Lied zu Ende war meinte Pfarrer, ach lasst uns doch einfach nochmal tanzen! Und auf geht’s, also noch ne Runde. J
Abends waren wir dann das erste Mal außerhalb essen.
Zusammen mit den beiden Dänen, Mathilde und Pernille waren wir im Hotel Supreme
auf der Dachterrasse essen. Wir hatten einen gigantischen Ausblick über Madurai
bei Nacht, man konnte sogar die Sterne zählen (counting stars). Was machen
natürlich wir deutschen in einem Restaurant in Indien – natürlich wir haben
Spagetti mit Tomatensoße gegessen. Auch wenn es irgendwie nicht wirklich nach
Tomatensoße geschmeckt hat, war es gut. Vielleicht sind unsere Geschmacksnerven
ja durch die Schärfe schon zerstört? :D
Unser Ausblick über die Stadt während des Essens.
Indische Spagetti mit Tomatensoße und Chees Naan, das war lecker!
Um Mitternacht haben wir
dann auf der Terrasse gepicknickt (man konnte immer noch Sterne zählen)! Wieso?
Hanna hat Geburtstag! J Da musste natürlich
ein besonderer Plan her. Svenja und ich haben ihr die Augen verbunden und sie
auf die Dachterrasse geführt, dort erwartete sie dann ein „Picknick“ mit Kerzen, Geschenk, Musik und Sprite zum
Anstoßen.
Nachts sind die Straßen in Indien wie leergefegt, fast wie eine Geisterstadt in alten Westernfilmen. Bis auf ein paar Kühe auf der Straße. :)
Das hört sich nicht wirklich
nach Arbeit an, wieso ich da bin – das denkt ihr sicher? Unter der Woche
arbeiten wir nun jeden Tag in der Schule und helfen den Lehrerinnen so gut wie
es geht. Im Moment sind in der Schule gerade Exams, darum besteht unsere
Hauptaufgabe im Moment die Kinder in den Stunden zu beschäftigen, die gerade nicht
geprüft werden. Denn der Schüler, der geprüft wird sitzt in der Klasse und wird von der Lehrerin
vor den Augen der anderen Schüler und oft noch den Eltern geprüft. Das ist
etwas unvorteilhaft, denn viele Kinder sitzen dann einfach den ganzen Tag nur
rum und machen so gut wie nichts. Wenn sie dann sowieso keine Lust haben, dann
wird das ganze nochmal etwas schwer die Kinder probieren zu animieren etwas
zu tun. Aber man hat die Kinder hier wirklich schon richtig ins Herz
geschlossen und es ist immer wieder richtig schön wenn man aus dem Auto
aussteigt und ganz viele kleine braune Augen dich voller Leuchten anschauen, dir
Hände entgegen gestreckt werden um dich abklatschen zu wollen oder Kinder die
dich einfach auch nur umarmen wollen.
Heute haben wir in der
Schule zum ersten Mal auf Bananenblätter gegessen. Ein Junge in der Schule
hatte Geburtstag und seine Eltern haben das Essen gesponsert. Aber es war auch
wieder ganz schön scharf, ich glaub das dauert einfach noch bis wir uns dran
gewöhnen, wenn überhaupt. Wer weiß J
Es gibt auch neues vom
Tamilunterricht. In der letzten Stunde fragten wir uns, was wohl „I miss you“
auf Tamil heißt. Unsere Lehrerin erzählte uns dann, dass es diesen Ausdruck in
Indien gar nicht gibt. Die Inder kennen „vermissen“ eigentlich gar nicht, weil
immer alle auf einem Fleck bleiben. Das
Wort kam erst in den letzten Jahren zu Tamil dazu, weil für manche sich in
den letzten Jahren die Möglichkeit bietet, irgendwo anders zu studieren. Es ist ein Englisch-Tamil mix, also das Wort:
Misspandren – Ich vermisse dich!
Wie geht’s euch? Mich würde
echt mal interessieren wer so alles meinen Blog liest J Freu mich über Nachrichten von euch, also haut in die
Tasten!
Warme & sonnige Grüße
aus Indien! J
Counting
Stars – One Republic






















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