Wanakam
(= Guten Morgen), das wohl meist benutzte Wort in den letzten zwei Tagen. Denn
wir haben die verschiedenen Projekte,
die der YMCA Madurai hat und unterstützt besichtigt. Unteranderem auch die
Schule für Mentally Challenged (Kinder mit geistiger Behinderung), wo Svenja,
Hanna und Ich ab Freitag oder auch erst Dienstag arbeiten werden, genau wissen
wir das noch nicht. We will see J
In
der Schule angekommen wurden wir total herzlich empfangen von ein paar Kindern
und Lehrerinnen. Wir bekamen eine selbstgemachte Blume als Willkommensgeschenk
und wurden auf typisch Indische Art begrüßt, mit Zucker beschenkt, Rosenwasser gesegnet
und mit einer orangenen Paste bekamen wir einen Punkt auf die Stirn. Es soll
eine Art „süße“ Begrüßung sein. Wir wurden durch die Klassen geführt, jedes Mal
hieß es Wanakam und wir lernten die Kinder kennen. Wenn wir in die Zimmer kamen
schauten uns ganz viele große braune Augen an, winkten und freuten sich
tierisch uns zu sehen. Wir waren ziemlich interessant, manche wollten einfach
lieber uns ankucken als an die Tafel schauen. Sie lachten und freuten sich und wollten unsere Namen wissen. Auch sie
stellen sich uns vor – eigentlich bin ich ja nicht so schlecht im Namen merken,
aber die Namen sind einfach soooo anders und irgendwie sehen sich die Kinder
alle irgendwie ähnlich. Naja eben dunkle Augen, dunkle Haare, dunkle Haut und
zu meinem Pech tragen sie alle Schulunifromen – keine klitze kleine Möglichkeit
sie auseinanderzuhalten. Das wird wohl eine Herausforderung und mein Köpfchen
muss sich da ganz schön viel merken, ich hab ja auch noch sechs Monate Zeit wie
sagt man so schön: die Hoffnung stirbt zuletzt. In einer Pause zwischendurch
haben wir noch Kokosnuss-Wasser, das war es glaub ich, getrunken, aus einer Kokusnuss
– typisch indisch. Soll auch gut für den Magen sein, weil da viele Mineralien
drin sind. Wir sollen es auch trinken wenn es nicht schmeckt (was es nicht
wirklich tat) – aber irgendwie war mir
danach richtig schlecht :D Vielleicht hab ich auch nur zu viel davon getrunken,
oder es waren zu viel Mineralien ;) Kleiner Spaß.
Die Kinder in ihren Unterrichtsräumen, während dem Unterricht.
Beim Mittagessen.
Shamila (links), die zwei Dänischen Freiwilligen, wir und die Headmistress (rechts)
Shamila,
die Leiterin der Schule und eine Art „Ersatzmama“ für uns erzählte uns viel
über die Geschichte der Schule und wie alles entstanden ist. Mich hat vor allem
ihr Glaube und das Gottvertrauen aller hier im YMCA beeindruckt. Sie sind so
stark und zuversichtlich und leben wirklich in dem Vertrauen, dass Gott sie
versorgt. So wie es in der Bergpredigt heißt, macht euch keine Sorgen. (Matthäus
6,26) Sie erzählte, dass sie am Anfang des Monats oft nicht wissen, wie sie
alles bezahlen sollen, doch am Ende reicht es doch immer. Gott sei Dank ;) Da
frage ich mich, über was machen wir uns eigentlich alles Sorgen? Wir sollten
einfach leben und darauf vertrauen, dass Gott uns versorgen wird. Denn wie es
geschrieben steht, wir sind doch viel mehr „wert“ als die Vögel.
Außerdem
besichtigten wir noch die Schule für Gehörlose Kinder. Hin ging es in der
Rikscha. Meine erste Rikschafahrt - Ich
mit drei Inderinnen in eine Rikscha, war für echt ein Erlebnis. Ich habs
überlebt, keine Sorge. Aber manchmal dachte ich wirklich, gleich krachts. Daran
muss ich mich erst einmal gewöhnen, die fahren hier so dicht aufeinander. Aber
der Verkehr hier ist ein anderes und viel zu großes Thema.
Zurück
zur Schule. Es ist wirklich beeindruckend mit welcher Geduld und Hingabe die
Lehrerinnen versuchen den Kindern zum Beispiel das Rechnen beizubringen. Auch
hier waren die Kinder richtig neugierig und wollten wissen woher wir kommen,
was wir machen und und und. Soo viele Fragen die wir gerne beantworten würden,
doch das Problem war: Sie können uns nicht hören und wir die Gebärdensprache
nicht. So haben die Lehrerinnen übersetzt, aber eins hab ich behalten. Ich kann
jetzt Deutschland auf Gebärdensprache und das geht so: Man ballt eine Faust und schlägt sie in die
andere Hand. Ist gar nicht so schwer ;) Da die Inder Deutschland als
Fußballnation kennen, stellt dieses Zeichen Deutschland da.
Yoga Stunde in der Gehörlosen Schule
Außerdem
haben wir die Playschool (Kindergarten) und das Sportcenter angeschaut. Eigentlich
war heute Abend noch ein Besuch beim Evening Studies Center geplant, jedoch
machte uns der Regen einen Strich durch die Rechnung. Ja ihr habt richtig
gehört, hier hat die Regenzeit angefangen. Wie lang und intensiv sie ist weiß
keiner, we will see J Außerdem saßen wir
in den letzten zwei Tagen auch öfters schon im Dunkeln, wie jetzt gerade.
Stromausfall – das kam in den letzten Tagen öfters vor. Nach ein paar Minuten
springt dann aber der Notstromgenerator an und unser Zimmer ist wieder hell
erleuchtet. Ihr seht also, uns wird
nicht langweilig. J
Ich
denke Bilder sagen mehr als tausend Worte, das euch alles zu beschreiben würde
einfach zu lange dauern. J
Bis
bald ihr lieben,
lasst
mal was von euch hören! J
Johanna
Sea
of faces - Kutless
Der YMCA hat auch eine Art Kinderheim für Jungs.
Und das Sportcenter. Wo man Tennis und Badminton spielen kann. Es gibt Cricket und Rennbahnen. Allerdings wird hier erst abends Sport gemacht, tagsüber ist es nämlich mega heiß!















Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen