Samstag, 4. Januar 2014

Christmas Time

 
Wir schreiben das Jahr 2014. Auch hier in Indien und ihr fragt euch sicher, wie ich hier Weihnachten und Silvester verbracht habe. Ganz so spannend war Weihnachten hier aber auch wieder nicht. Die Inder sagen selber, Weihnachten besteht eigentlich aus Essen, Schlafen, Fernsehschauen und Beten. Es war eben anders. Nicht so viel Weihnachtsstress. Kein Familientreffen. Aber jetzt von vorne.
Gemeinsam mit den dänischen Freiwilligen haben wir ein Dinner auf dem Dach gehabt. Wir haben selber gekocht, bzw. Svenja hat gekocht. Achtung: Spätzle! Richtig gut. J Es gab dänischen Nachtisch dazu, Bratkartoffeln und Chicken mit einer Bratensoße, hier American Chicken. Also ich würde sagen, in den drei Weihnachtsfeiertage hier habe ich mindestens genau so viel gegessen wie an Weihnachten in Deutschland, wenn nicht sogar etwas mehr. Dann haben wir auf dem Dach zusammen deutsch-dänisch-englische Weihnachtslieder gesungen und Geschenke ausgepackt.
 
 
Um halb 12 ging es dann mit allen zusammen in den Christmas Service in die Kirche.  Dort habe ich gemeinsam mit der Jugendgruppe zwei Lieder gesungen. Ein Lied war „You are More“ von Tenth Avenue North . Dabei ging es darum, dass wir uns nicht durch unsere falschen Entscheidungen, Fehler oder Misserfolge identifizieren, vor allem nicht vor Gott. Und dass es nicht um das geht, was wir tun oder falsch gemacht haben sondern, dass wir daran denken sollen was für uns getan wurde. Nämlich, dass wir das größte Geschenk überhaupt bekommen haben: Jesus.

Weihnachtsgruppenbild. Für Weihnachten sind viele die im Ausland studieren oder in einer Stadt weiter weg heimgekommen. Eine studiert sogar in Hannover in Deutschland. (Vorne in der Mitte im Orangenen)
Hier seht ihr das zweite Lied - Christmas Canon Rock.
 
 
In Indien ist Weihnachten eigentlich nur am 25. Dezember und selbst an diesem Tag veranlassen manche Hindu-Firmen, dass man arbeiten muss. Wir wurden am 25. und 26. Dezember  zu unseren Chefs zum Essen eingeladen und haben noch eine Lehrerinnen und einen Mitarbeiter vom YMCA besucht. Das hieß also, ganz gaanz viel Essen. Schokofondue, Beef-Steak, Kuchen, Kekse, Briyani, und noch ganz viel anderes indisches Essen. Uns wurde dank viel Kartenspielen (ja, wir haben hier in Indien ganz international Yaniv gespielt ;) ) und lustigen Gesprächen nicht langweilig und unsere Tage waren vollgepackt bis obenhin.
Schokofondue bei unserem Chef - Wir haben 1 kg Schokolade verputzt. ;)

indischer Tannenbaum, immer schön behängt. Mit Glitzergirlanden und bunten Weihnachtskugeln.

Eine indische Krippe im Haus der Lehrerin. Sie erzählte aber, dass die Krippe in Deutschland steht wegen dem Schnee auf dem Dach ;)

Feuerwerk draußen auf der Straße vor dem Haus.

Man sieht, wir hatten viel Spaß zusammen mit der Lehrerin und ihrer Familie.
 
Nach Weihnachten ging es dann in den Urlaub. Zuerst nach Kanyakumari (den südlichsten Punkt in Indien überhaupt ;) ) und dann für Silvester an den Strand, nach Varkala. Einfach mal ein bisschen ausspannen und Tourist sein. Ich hätte tatsächlich aber nicht gedacht, dass ich vor Deutschland noch einmal so viele weiße Menschen auf einmal sehe. :D
Sonnenaufgang in Kanyakumari - dort fließen drei Meere zusammen.

Das wollten natürlich ganz viele Menschen sich nicht entgehen lassen. Tausende von Menschen standen früh morgens für den Sonnenaufgang am Wasser.

Weihnachtlich geschmückte Straße in der Nähe einer großen Kirche.

Solche bunten Häuser gibt es hier in Indien überall. :)
 
 Kathakali, eine der ältesten Tanzformen in Kerala. Links sieht man den Mann beim Schminken, rechts ist er fertig verwandelt :)
Charaktere mit bunten Gesichtern und aufwendigen Kostümen erzählen Geschichten aus Hindu-Epen. Diese Art von Kunst wird auch oft in Tempeln getanzt.

Vor allem die Bewegung der Augen und der Gesichtsausdruck spielt eine ziemlich wichtige Rolle. Es ist wirklich beeindruckend und teilweise erschreckend welche Gesichtsausdrücke die Schauspieler haben oder wie schnell sie ihre Augen bewegen können. 


Der Strand von Varkala. (Wer aufmerksam meinen Blog sieht weiß, dass ich schon mal dort war ;) )

Wir haben genossen am Strand zu liegen und in die Wellen zu springen und uns tragen zu lassen :)
 
Svenja und ich beim Elefantenreiten.
 
 
Elefanten sind so faszinierende Tiere.

Silvester war eher etwas unspektakulär. Das Feuerwerk war etwas bescheiden und ging höchstens fünf Minuten. In Dänemark „springt“ man ins Neue Jahr von einem Stuhl oder Tisch. Kurzerhand haben wir uns in dem Café wo wir saßen (da der Strand von der Polizei leider abgesperrt war) auf die Stühle gestellt, runtergezählt und sind ins neue Jahr gesprungen. Normalerweise gehen die Christen in Indien an Silvester, genau so wie an Weihnachten in den Mitternachtsservice in der Kirche und danach wieder heim. Nur die kleinen Kinder machen Feuerwerk.
 
Allgemein würde ich sagen, dass Weihnachten und Silvester nicht so groß gefeiert wird. Das liegt aber wohl auch vor allem daran, dass Indien eben doch ein Land ist, das durch den Hinduismus geprägt ist, wo die christlichen Feiertage eigentlich nur mehr oder weniger akzeptiert werden und die Ferien eigentlich auch nur Half-Yearly-Exam Holidays sind.
Aber es war einfach mal ein anderes, aber schönes Weihnachten mit Hanna und Svenja, den Dänen und mit meinen Indischen Freunden ;) Ich hoffe ihr hattet auch alle schöne Weihnachten und seit gut in das neue Jahr gestartet. :)
 
Liebste Sonnige Grüße aus Indien. :)
 
Christmas Time - Backstreet Boys


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